BOWSPRING EVOLUTION YOGA mit Bastian Schlickeisen: Samstag, 9.11. & Sonntag, 10.11.

Don't sacrifice your comfort! Flanierende Yogapraxis im faszialen Raum.
Möchtest du eine bestimmte Haltung im Yoga erlangen, gibt es keinen anderen Weg als diese zu üben und auszuführen. Die Art und Weise jedoch dieses Ausführens hat mit dem Interesse an den Faszien eine bedeutende Nuance erhalten. Denn von hier aus wird der Körper als ein ganzheitlich-integraler Spannungszusammenhang verstanden. Dieser Zusammenhang kann aktiviert, gedehnt und aufgeladen werden. Yoga dient dazu, Energie in das Gefüge des Körpers einzuschließen. Dieser Einschluss ermöglicht es uns, unseren Geist aufzuschließen und in einen Zustand der Meditation und All-Wahrnehmung zu bringen. Ohad Naharin (Tel Aviv), der Begründer des Gaga, einer modernen Tanzsprache, steht der Körperlichkeit des Neuen Yoga durchaus nahe. Auch sie löst die Striktheit der klassisch-formalen Ausdrucksweise auf. Er sagt: Gaga is about finding a connection in between effort and pleasure. Where pleasure is something like making sure that you don't hurt yourself even in the most exhausting moment of effort. You take care of yourself, just through this connection. It's about speed, it's about texture. And the flow of energy is very, very important. That we are aware of the information that is going through our body. It is about listening to the body instead of giving an order to it. Listening is learning about your weaknesses, blockages, numbness, atrophies. It is about delicacy.

Samstag, 9.11.
12.30 - 14.30 Dogmenfreies Yoga. Die Position(en) des Beckens.

Viele Körpertechniken definieren sich spätestens an dieser heiklen Stelle des Körpers: Wohin kippt das Becken und wie „behandelt“ man die daran anschließenden Grade an konvexen und konkaven Kurvaturen in der Wirbelsäule. Pilates etwa war sich 1934 noch klar, dass die Wirbelsäule in ihren Bögen zu begradigen sei, um „richtig zu funktionieren“. - Wir wollen untersuchen, welche Funktionen körperlicher wie mentaler Art sich aus den Beweglichkeiten der „Wirbelschlange“ ableiten lassen. Können wir dafür alle gängigen Ideologien über ungesundes Hohlkreuz und ungesunden C-Rücken außen vor lassen? Stattdessen fühlen, spüren, wahrnehmen was ist - und wofür?
16.00 - 18.00 Der Spagat als pulsierende Erfahrung. Annäherungen.
In der faszialen Praxis ist es nicht vorgesehen, den Körper an einzelnen Stellen derart zu strecken, dass er seine spannungsmäßige Integration verliert. Passiert dies, sind Muskelkater und Verletzungen vorprogrammiert. Vielmehr geht es darum, die Aktion nicht zu erzwingen, sondern spielerisch auszuloten. Wir schauen uns die Idee des aktiven Dehnens genauer an. Denn Faszienyoga bedeutet ja nicht, an der funktionalen Grenze der körperlichen Beweglichkeit stehen zu bleiben. Yoga ist Expansion, Entgrenzung auch.

Sonntag, 10.11.
13.00 - 15.00
Im Fluss dynamischer Praxis: Saftig werden!
Einer der wichtigsten, auch therapeutischen Bereiche des Faszienyogas ist seine Relevanz auf die Befeuchtung des Körperinnenraumes. Fasziale Praxis, so die Hypothese, erhöht die Wasserspeicherkapazität (Hydratation) im Körper. Nach der Praxis zugeführtes Wasser, so die Erfahrung, verlässt den Körper kaum, sondern steht für Stoffwechselvorgänge in der Matrix zur Verfügung. Viskoelastizität ist ein Kennzeichen biotensegraler Strukturen, wo gute Spannungen zwischen diversen Gewebeanteilen und Knochen verschiebbar sind, aber auch elastisch rückführbar bleiben. Diese fortlaufende Klasse möchte den Körper bereiten für eine immense Aufnahme von Wasser und Vitalität.

Kompletter Workshop: 120 Euro
Frühbucherpreis (bei Bezahlung bis 20.9.): 100 Euro

Pro Session: 45 Euro

Anmeldung: kontakt@jaya-yoga.de

Bastian Schlickeisen, gebürtig in Cottbus (Brandenburg), schloss im Jahr 2012 seine Anusara-Yogalehrerausbildung in Berlin ab. Im selben Jahr begegnete er dem Bowspring, einer neuen Methode des achtsam Bewegens aus den USA, die Wert legt auf die Stärkung der S-Kurvatur der Wirbelsäule sowie auf die myofaszialen Spannungsverhältnisse im Körper (bouncing, pulsing, hopping, sensing). In den Jahren von 2013 bis 2018 war Bastian in Deutschland führend tätig in der Verbreitung dieses alternativen Körperverständnisses im Yoga, wie es der Bowspring entwarf. Seit 2019 widmet Bastian sich im Kreise seiner Schüler eigenständig der Suche nach einer nachhaltig-gesunden wie natürlichen, aber auch expansiv-verschlungenen Asana-Praxis, die klassisches Yoga und postmoderne, faszial-dynamische Ansätze verbindet. Bastian wohnt, forscht und unterrichtet in seinem Berliner Kiezyogastudio unter dem Titel: NEW YOGA BERLIN.